Mündliche Prüfung B1: alle Aufgaben, Redemittel und wie du allein übst

Veröffentlicht am 16. Oktober 2026

Goethe-Zertifikat B1, ÖSD Zertifikat B1, telc Deutsch B1 und der DTZ prüfen alle das Sprechen, meist zu zweit, und ihre Aufgaben ähneln sich: sich vorstellen, über ein Thema oder ein Bild sprechen, eine kurze Präsentation halten, gemeinsam etwas planen. Dieser Ratgeber erklärt, was jede Aufgabe verlangt, und gibt dir Redemittel, die funktionieren, sowie eigene Beispielantworten. Du siehst auch, wo Prüflinge Punkte verlieren. Am Ende steht ein Vier-Wochen-Plan, mit dem du allein übst, ganz ohne Partner.

Die mündlichen Prüfungen B1 im Überblick

Vier Prüfungen führen zu einem Zertifikat auf Niveau B1, und ihre mündlichen Teile haben mehr gemeinsam, als die Namen vermuten lassen. In allen steckt dieselbe Aufgabe: mit deinem Partner oder deiner Partnerin gemeinsam etwas planen. Goethe und ÖSD bieten eine gemeinsame Prüfung an; sie ergänzen die Planungsaufgabe um eine kurze Präsentation und eine Feedbackrunde. Bei telc und beim DTZ beginnt die Prüfung mit einem Gespräch über dich selbst; danach geht es um ein Thema oder ein Bild.

Prüfung Prüfungsteile Dauer Vorbereitungszeit Bestehen im Teil Sprechen
Goethe-Zertifikat B1 3: gemeinsam etwas planen (Teil 1), ein Thema präsentieren (Teil 2), über die Präsentationen sprechen (Teil 3) Etwa 15 Minuten für zwei Prüflinge 15 Minuten, allein Sprechen ist ein eigenes Modul: mindestens 60 von 100 Punkten
ÖSD Zertifikat B1 3: dieselben Aufgaben wie beim Goethe-Zertifikat (eine gemeinsame Prüfung) Wie beim Goethe-Zertifikat Wie beim Goethe-Zertifikat Wie beim Goethe-Zertifikat: mindestens 60 von 100 Punkten
telc Deutsch B1 (Zertifikat Deutsch) 3: einander kennenlernen (Teil 1), über ein Thema sprechen (Teil 2), gemeinsam etwas planen (Teil 3) Etwa 15 Minuten mit zwei Prüflingen 20 Minuten Mindestens 60 %: 45 von 75 Punkten, getrennt von der schriftlichen Prüfung bewertet
DTZ (Deutsch-Test für Zuwanderer) 3: über sich sprechen (Teil 1), anhand eines Bildes über Erfahrungen sprechen (Teil 2), gemeinsam etwas planen (Teil 3) Etwa 16 Minuten, meist zu zweit Keine: Die Stichpunkte stehen auf dem Aufgabenblatt Das Ergebnis wird als Niveaustufe angegeben: Für ein B1-Zertifikat brauchst du B1 im Sprechen; unter A2 im Sprechen gibt es kein Zertifikat

Die Prüfungsformate werden von Zeit zu Zeit überarbeitet. Schau dir deshalb den aktuellen Modelltest für deine Prüfung an, bevor du anfängst. Die Links zu den offiziellen Modelltests findest du weiter unten auf dieser Seite.

Sich vorstellen und einander kennenlernen

Bei telc Deutsch B1 beginnt die Prüfung mit Teil 1, „Einander kennenlernen“: Du und dein Partner oder deine Partnerin lernt euch kennen, indem ihr einander Fragen stellt und beantwortet. Der DTZ beginnt mit „Über sich sprechen“: Anhand von ein paar Stichwörtern auf einem Blatt, etwa Name, Geburtsort, Wohnort, Arbeit und Familie, stellt ihr euch abwechselnd vor, und der Prüfer oder die Prüferin stellt jedem von euch danach eine Nachfrage. Das dauert pro Person etwa zwei Minuten.

Dieser Teil fühlt sich wie ein Aufwärmen an, zählt aber für dein Ergebnis. Du solltest klingen wie jemand in einem freundlichen Gespräch, nicht wie jemand, der einen Lebenslauf vorliest: ein bis zwei Sätze pro Stichwort, ein Detail, das die Antwort zu deiner eigenen macht, und bei telc eine Frage zurück an dein Gegenüber.

Redemittel Damit kannst du …
Ich heiße … und komme ursprünglich aus …sagen, wer du bist und woher du kommst
Ich wohne seit … Jahren in …sagen, wo du wohnst und seit wann
Ich arbeite als … / Zurzeit mache ich eine Ausbildung als …über deinen Beruf oder deine Ausbildung sprechen
Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder.über deine Familie sprechen
Außer … spreche ich auch …die Sprachen nennen, die du sprichst
Ich lerne Deutsch, weil …erklären, warum du Deutsch lernst
In meiner Freizeit gehe ich gern …über deine Freizeit sprechen
Und du? Woher kommst du?die Frage an dein Gegenüber zurückgeben
Was machst du beruflich?nach der Arbeit deines Gegenübers fragen
Das klingt interessant. Wie lange machst du das schon?reagieren und nachfragen
Entschuldigung, könnten Sie die Frage bitte wiederholen?den Prüfer oder die Prüferin bitten, eine Frage zu wiederholen

Beispiel: sich anhand von Stichwörtern vorstellen

Ich heiße Tomasz Nowak und komme aus Polen, aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Krakau. Seit vier Jahren wohne ich in Leipzig. Ich bin Elektriker und arbeite bei einer Firma, die Solaranlagen installiert. Ich bin verheiratet und wir haben eine Tochter. Sie ist sechs und spricht schon besser Deutsch als ich! Außer Polnisch spreche ich Englisch und ein bisschen Russisch. Deutsch brauche ich jeden Tag, vor allem bei der Arbeit, wenn ich mit Kunden spreche. Am Wochenende fahren wir oft mit dem Fahrrad an einen See.

Typische Nachfragen. Beim DTZ stellt sie der Prüfer oder die Prüferin; bei telc stellt dein Gegenüber ähnliche Fragen, vermutlich per du:

Antworte auf Nachfragen in zwei bis drei Sätzen: Antwort, Grund, Beispiel. Ein Wort wie „Gut“ ist korrektes Deutsch, gibt den Prüfenden aber nichts, was sie bewerten könnten.

Über ein Thema oder ein Bild sprechen

Bei telc Deutsch B1 heißt Teil 2 „Über ein Thema sprechen“: Du sprichst über ein Thema und tauschst dich dazu mit deinem Partner oder deiner Partnerin aus. Beim DTZ heißt Teil 2 „Über Erfahrungen sprechen“: Jeder von euch bekommt ein anderes Bild, sagt, was darauf zu sehen ist und um welche Situation es gehen könnte, und beantwortet dann Fragen zu den eigenen Erfahrungen, pro Person etwa drei Minuten. Die Aufgaben unterscheiden sich, schau also in den Modelltest deiner Prüfung. Mit denselben vier Bausteinen kommst du aber durch beide.

  1. Beschreiben Sag, worum es bei dem Thema geht oder was du siehst: Wer ist auf dem Bild, wo sind die Personen, was passiert? Sag dann, was du vermutest. Eine Vermutung ist völlig in Ordnung, wenn du sie als Vermutung formulierst.
  2. Deine Erfahrung Stell einen Bezug zu deinem Leben her: Wann hast du das zuletzt gemacht, und wie war es? Eine kurze Geschichte in der Vergangenheit verrät den Prüfenden mehr über dein Deutsch als eine Aufzählung von Fakten.
  3. Dein Heimatland Vergleiche: Ist das bei dir zu Hause üblich, und was ist anders? Ein konkretes Beispiel überzeugt mehr als eine allgemeine Aussage.
  4. Deine Meinung Sag, was du denkst und warum. Wenn du mit einem Partner oder einer Partnerin sprichst, frag am Ende, wie er oder sie das sieht.
Redemittel Damit kannst du …
Auf dem Bild sehe ich …mit der Bildbeschreibung beginnen
Im Vordergrund … / Im Hintergrund …sagen, wo etwas ist
Ich vermute, dass … / Wahrscheinlich …eine Vermutung zur Situation äußern
Das kenne ich gut. Letztes Jahr habe ich …das Thema mit deiner eigenen Erfahrung verbinden
Bei uns in … ist das ganz anders.mit deinem Heimatland vergleichen
In meinem Heimatland ist es üblich, dass …beschreiben, was bei dir zu Hause üblich ist
Meiner Meinung nach ist …deine Meinung sagen
Ich finde das gut, weil …einen Grund nennen
Was denkst du darüber?dein Gegenüber einbeziehen
Das ist eine gute Frage. Ich glaube, …dir einen Moment zum Nachdenken verschaffen

Beispiel: ein Bild von einem Wochenmarkt beschreiben

Auf dem Bild sehe ich einen Wochenmarkt. Im Vordergrund kauft eine ältere Frau Tomaten, und im Hintergrund stehen viele Stände mit Obst, Käse und Blumen. Ich glaube, es ist Samstagvormittag, denn der Markt ist sehr voll.

Ich gehe selbst gern auf den Markt, weil das Gemüse dort frischer ist als im Supermarkt. Außerdem kenne ich inzwischen ein paar Verkäufer, und wir reden immer kurz miteinander.

In meinem Heimatland, in Vietnam, kaufen viele Leute jeden Tag auf dem Markt ein, oft schon früh am Morgen. Supermärkte werden aber auch dort immer beliebter.

Meiner Meinung nach sind Märkte wichtig für eine Stadt: Man kauft regionale Produkte und trifft Menschen. Allerdings sind die Preise manchmal etwas höher.

Ein Thema anhand von fünf Folien präsentieren

Beim Goethe-Zertifikat B1 und beim ÖSD Zertifikat B1 heißt Teil 2 „Ein Thema präsentieren“. Du wählst eines von zwei Themen und präsentierst es etwa drei Minuten lang anhand von fünf Folien. Dafür bereitest du dich in den 15 Minuten vor der Prüfung allein vor. Du darfst dir Notizen machen, sollst aber frei sprechen. Schreib deshalb Stichwörter statt ganzer Sätze.

Die fünf Folien fragen jedes Mal nach denselben Dingen. Lern das Gerüst unten, dann musst du am Prüfungstag nur noch dein Thema einsetzen.

Folie Redemittel
1. Thema vorstellen und sagen, wie dein Vortrag aufgebaut istIch möchte heute über das Thema „…“ sprechen.
Zuerst erzähle ich von meinen Erfahrungen, dann berichte ich über die Situation in meinem Heimatland. Danach spreche ich über Vor- und Nachteile und sage meine Meinung.
2. Deine eigene Situation oder eine ErfahrungIch habe damit selbst Erfahrungen gemacht.
Vor zwei Jahren habe ich …
3. Die Situation in deinem Heimatland, mit BeispielenIn meinem Heimatland ist das etwas anders.
Zum Beispiel …
4. Vor- und Nachteile und deine Meinung, mit BeispielenEin Vorteil ist, dass …
Ein Nachteil ist aber, dass …
Ich persönlich finde, dass …, weil …
5. Schluss und DankZum Schluss möchte ich sagen, dass …
Vielen Dank fürs Zuhören!

Beispielpräsentation: Homeoffice, Folie für Folie

Folie 1: Ich möchte heute über das Thema „Arbeiten im Homeoffice“ sprechen. Zuerst erzähle ich von meinen eigenen Erfahrungen. Danach berichte ich, wie die Situation in meinem Heimatland ist. Dann nenne ich Vor- und Nachteile und sage meine Meinung.

Folie 2: Ich arbeite bei einer Versicherung und bin seit zwei Jahren zwei Tage pro Woche im Homeoffice. Am Anfang war das schwierig, weil ich keinen Schreibtisch hatte und meine Kinder oft zu Hause waren.

Folie 3: In meinem Heimatland, in Brasilien, arbeiten heute auch viele Leute von zu Hause aus, besonders in den großen Städten. Dort braucht man oft mehr als eine Stunde bis zur Arbeit, zum Beispiel in São Paulo.

Folie 4: Ein großer Vorteil ist, dass man keine Zeit im Verkehr verliert. Man kann sich die Zeit auch besser einteilen. Ein Nachteil ist aber, dass man die Kollegen seltener sieht. Ich vermisse zum Beispiel die Gespräche in der Mittagspause. Meiner Meinung nach ist eine Mischung am besten: zwei oder drei Tage zu Hause und den Rest der Woche im Büro.

Folie 5: Zum Schluss möchte ich sagen: Homeoffice ist praktisch, aber nicht für jeden und nicht jeden Tag. Vielen Dank fürs Zuhören!

Achte auf die Signalwörter: zuerst, danach, dann, zum Schluss. Sie machen es den Zuhörenden leichter, dir zu folgen (das zählt für die Kohärenz), und sie geben dir Halt, wenn du den Faden verlierst.

Feedback und Fragen (Teil 3)

Teil 3, „Über ein Thema sprechen“, dauert etwa zwei Minuten. Nach deiner Präsentation reagierst du auf Feedback und Fragen von deinem Partner oder deiner Partnerin und von den Prüfenden. Nach der Präsentation deines Gegenübers gibst du selbst Feedback und stellst eine Frage. Hör also aktiv zu, während dein Gegenüber präsentiert, und merke dir etwas, das dir neu oder interessant vorkam: Daraus werden dein Feedback und deine Frage.

Redemittel Damit kannst du …
Danke für deine Präsentation, sie hat mir gut gefallen.dein Feedback einleiten
Besonders interessant fand ich, was du über … gesagt hast.sagen, was dir aufgefallen ist
Neu für mich war, dass …erwähnen, was du Neues erfahren hast
Ich habe noch eine Frage: Wie ist das bei dir, wenn …?deine Frage stellen
Danke für die Frage. Also, bei mir ist es so: …deine Antwort auf eine Frage beginnen
Da hast du recht / Da haben Sie recht, daran habe ich nicht gedacht.einen guten Punkt anerkennen
Vielleicht habe ich das nicht klar genug gesagt. Ich meine, dass …ein Missverständnis klären

Gemeinsam etwas planen

Diese Aufgabe haben alle mündlichen Prüfungen B1 gemeinsam. Beim Goethe-Zertifikat und beim ÖSD ist sie Teil 1 (etwa drei Minuten), bei telc Deutsch B1 und beim DTZ Teil 3 (beim DTZ etwa sechs Minuten für euch beide). Du und dein Partner oder deine Partnerin bekommt eine Situation und ein paar Punkte, über die ihr entscheiden sollt, und plant gemeinsam etwas: einen Ausflug, eine Feier, einen Besuch, einen Gefallen für jemanden. Es ist der interaktivste Teil der Prüfung, und hier hören die Prüfenden am deutlichsten, ob du ein echtes Gespräch führen kannst.

Denk dabei an einen Ablauf statt an eine Liste von Meinungen: vorschlagen, reagieren, höflich zustimmen oder widersprechen, einen Gegenvorschlag machen, entscheiden und am Ende zusammenfassen. Sorg dafür, dass jeder Punkt auf dem Blatt eine Entscheidung bekommt, und fass dich kurz, damit das Gespräch hin- und hergeht.

Die Redemittel unten sind mit du formuliert, wie es unter Prüflingen oft üblich ist; mit den Prüfenden bleibst du beim Sie. Wenn ihr beide lieber beim Sie bleibt, ist das genauso in Ordnung, solange ihr dabei bleibt.

Sprechabsicht Redemittel
VorschlagenWie wäre es, wenn wir …?
Ich schlage vor, dass wir …
Wollen wir …?
Nach der Meinung deines Gegenübers fragenWas meinst du?
Was ist dir lieber: … oder …?
ZustimmenGute Idee, so machen wir das.
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Höflich widersprechenIch weiß nicht, ob das klappt, weil …
Das ist eine Möglichkeit, aber …
Einen Gegenvorschlag machenWas hältst du davon, wenn wir stattdessen …?
Wir könnten auch …
EntscheidenAlso, dann machen wir es so: …
Gut, dann nehmen wir …
ZusammenfassenLass uns kurz zusammenfassen: …
Ich kümmere mich um …, und du …

Hier ein vollständiges Beispiel. Die Situation: Eure Nachbarin, Frau Becker, zieht weg, und ihr möchtet ein Abschiedspicknick für sie organisieren. Zu entscheiden sind: wann, wo, wer was mitbringt und was ihr tut, wenn es regnet.

Beispieldialog: ein Abschiedspicknick für eine Nachbarin

Ana: Frau Becker aus dem dritten Stock zieht ja nächsten Monat zu ihrer Tochter nach Hamburg. Wie wäre es, wenn wir für sie ein Abschiedspicknick organisieren?

Karim: Gute Idee! Ich würde Sonntag in zwei Wochen vorschlagen, so gegen drei Uhr. Passt dir das?

Ana: Sonntag passt mir gut, aber um drei schaffe ich es nicht, ich arbeite bis zwei. Wollen wir lieber um fünf anfangen?

Karim: Einverstanden, um fünf. Und wo feiern wir? Im Hof ist ziemlich wenig Platz.

Ana: Stimmt. Was hältst du davon, wenn wir in den Park an der Ecke gehen? Dort gibt es Tische und Bänke.

Karim: Das finde ich gut, dann hat Frau Becker auch keinen langen Weg. Und was machen wir mit dem Essen? Ich könnte einen Kuchen backen.

Ana: Super. Ich frage die anderen Nachbarn, ob jeder etwas mitbringt, zum Beispiel einen Salat oder Getränke.

Karim: Gut. Aber was machen wir, wenn es regnet?

Ana: Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Vielleicht können wir den Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss reservieren?

Karim: Ja, das ist eine gute Lösung. Ich rufe morgen bei der Hausverwaltung an.

Ana: Also, lass uns kurz zusammenfassen: Sonntag in zwei Wochen um fünf im Park, bei Regen im Gemeinschaftsraum. Du backst einen Kuchen und kümmerst dich um den Raum, ich spreche mit den Nachbarn.

Karim: Genau, so machen wir es.

Darum funktioniert es: Jeder Beitrag reagiert auf den vorherigen, beide machen Vorschläge, jeder Punkt wird entschieden, der einzige Widerspruch kommt mit einer Begründung und einem Gegenvorschlag, und der letzte Beitrag fasst zusammen, wer was macht.

Themen zum Vorbereiten

Die Aufgaben auf Niveau B1 kommen aus dem Alltag. Dein genaues Thema kennst du vorher nicht, aber für jeden der Bereiche unten kannst du Wörter und eine Meinung vorbereiten. Achte bei jedem Thema darauf, dass du deine eigene Situation beschreiben, sie mit deinem Heimatland vergleichen und sagen kannst, was du denkst, mit einer Begründung.

Thema Darüber solltest du sprechen können Nützliche Wörter
Arbeitdein Beruf und dein Arbeitstag, Kolleginnen und Kollegen, Bewerbung, Arbeiten im Homeofficedie Bewerbung, die Arbeitszeit, der Feierabend, kündigen
Wohnendeine Wohnung, Nachbarn, Umzug, Wohnungssuchedie Miete, die Nebenkosten, der Umzug, die Hausverwaltung
GesundheitArztbesuch, gesund bleiben, Sport und Schlafder Termin, die Krankenkasse, sich erkälten, sich krankmelden
EinkaufenWochenmärkte und Supermärkte, Online-Einkauf, Umtausch und Rückgabedie Quittung, das Angebot, umtauschen, online bestellen
FreizeitWochenende, Hobbys, Vereine, mit Freunden ausgehender Verein, ausgehen, sich verabreden, das Hobby
ReisenAusflüge, Urlaubspläne, Unterkunft, was schiefgelaufen istdie Unterkunft, buchen, die Sehenswürdigkeit, Urlaub machen
MedienNachrichten, Streaming und Fernsehen, soziale Medien, dein Handydie Nachrichten, die Werbung, soziale Medien, das Handy
UmweltRecycling, Energie sparen, Wetter und Klimadie Mülltrennung, Energie sparen, umweltfreundlich, das Klima
Feste und FeiernGeburtstage, Feiertage, Traditionen bei dir zu Hause und in Deutschlanddas Fest, feiern, einladen, die Tradition
Sprachenlernenwarum du Deutsch lernst, was dir hilft, Kurse und Appsder Sprachkurs, üben, sich verbessern, die Prüfung
Essen und KochenEssgewohnheiten, zu Hause kochen oder auswärts essen, Gerichte aus deinem Landdas Gericht, das Rezept, selbst kochen, vegetarisch
Verkehrder Weg zur Arbeit, Bus und Bahn, Radfahren, Straßenverkehrdie Verbindung, umsteigen, die Verspätung, die Monatskarte

So wird die mündliche Prüfung bewertet und wo du Punkte verlierst

Jede Prüfung hat ihren eigenen Bewertungsbogen, aber alle laufen auf eine Frage hinaus: Hast du getan, was die Aufgabe verlangt, und das in einem Deutsch, dem man gut folgen kann?

Sechs Fehler, die Punkte kosten

So übst du für die mündliche Prüfung allein: ein Vier-Wochen-Plan

Mit einem Gesprächspartner geht es leichter, aber den größten Teil der Vorbereitung schaffst du auch allein. Du musst jeden Tag laut sprechen, unter etwas Zeitdruck und mit ehrlichem Feedback. Hier ist ein Plan für die vier Wochen vor deiner Prüfung. Nimm dich jede Woche mindestens einmal auf, stoppe die Zeit und hör dir die Aufnahme an: Du hörst die Füllwörter, die langen Pausen und die wiederkehrenden Fehler, die dir beim Sprechen nie auffallen.

Woche 1: Stell dich vor und reagiere laut

Schreib Stichwörter für deine Vorstellung (Herkunft, Wohnort, Arbeit, Familie, Sprachen, Freizeit) und übe, bis du zwei Minuten sprechen kannst, ohne draufzuschauen. Bereite Antworten auf fünf wahrscheinliche Nachfragen vor. Trainiere dann schnelle Reaktionen mit „Was würdest du sagen?“ in Viglot: Du siehst eine Situation und ein Bild, antwortest laut und bekommst Feedback, ob deine Antwort passend und richtig war, dazu eine Musterantwort zum Lernen.

Woche 2: Bilder, Themen und Meinungen

Arbeite jeden Tag zwei Themenbereiche aus der Liste durch. Nimm ein Foto aus einer Zeitung oder von deinem Handy und beschreibe es mit den vier Bausteinen: was du siehst, deine Erfahrung, dein Heimatland, deine Meinung. Damit du flexibel bleibst, wenn dir ein Wort fehlt, übe das Umformulieren schriftlich in der Übung „Mit eigenen Worten“: Du bekommst einen Satz und schreibst ihn mit anderen Worten, aber derselben Bedeutung, neu.

Woche 3: Präsentationen und Planungsgespräche

Wenn du das Goethe-Zertifikat oder das ÖSD Zertifikat ablegst, erstell jeden Tag eine Präsentation mit fünf Folien zu einem neuen Thema: 15 Minuten Stichwortnotizen, dann in etwa drei Minuten laut präsentieren und aufnehmen. Wenn du telc oder den DTZ machst, übe stattdessen die Aufgabe zu Thema oder Bild. Für die Planungsaufgabe führst du Gespräche mit einem Ziel: In den Sprachaufgaben von Viglot sprichst du mit einem Gesprächspartner, der in seiner Rolle antwortet, und erfährst danach, ob du dein Ziel erreicht hast, samt Feedback zu Grammatik, Wortschatz, Flüssigkeit und Aussprache.

Eine Sprachaufgabe in Viglot: das Ziel, die Erfolgskriterien und Beispielsätze, die du siehst, bevor du anfängst zu sprechen

Woche 4: Blockaden lösen und den offiziellen Modelltest durchspielen

Übe, wieder in Gang zu kommen, wenn du stecken bleibst. Bei „Mach dich verständlich“ versteht dich dein Gesprächspartner absichtlich falsch, und du klärst, formulierst um oder gibst ein Beispiel, bis deine Aussage ankommt. Genau das rettet dich, wenn du in der Prüfung ins Stocken gerätst. In den letzten Tagen gehst du den offiziellen Modelltest deiner Prüfung unter echten Zeitvorgaben durch, am besten mit einem Freund oder einer Freundin als Partner, damit dich das Format nicht überrascht.

Damit alle Szenarien bei den Prüfungsthemen bleiben, gib beim Anlegen deines Kurses „Goethe-Zertifikat B1“, „telc Deutsch B1“, „ÖSD Zertifikat B1“ oder „DTZ“ als Thema ein. Viglot plant den Prüfungsstoff Einheit für Einheit, und jedes neue Szenario nimmt sich die nächste Einheit vor, mit Wortschatz sowie Hör- und Sprechübungen rund um deren Thema.

Die Kernübungen und Spaced Repetition sind kostenlos. Aussprache-Training, Sprachaufgaben, Mach dich verständlich, Was würdest du sagen?, Mit eigenen Worten, Hörverstehen, kulturelle Nuance und Grammatikübungen sind Premium, und du kannst sie in der Testphase alle gratis ausprobieren, ganz ohne Kreditkarte.

Was Viglot ist und was nicht

Viglot ist eine App zum täglichen Üben. Sie trainiert die Fähigkeiten, die in der mündlichen Prüfung bewertet werden, etwa schnell reagieren, mit jemandem etwas planen, eine Meinung vertreten und ein Missverständnis ausräumen, in kurzen Szenarien zu Alltagsthemen und mit Feedback zu dem, was du gesagt hast. Viglot ist unabhängig und hat keine Verbindung zum Goethe-Institut, zu telc oder zum ÖSD. Die App simuliert keine kompletten Probeprüfungen und kann das Bestehen nicht garantieren. Kombiniere sie deshalb mit den offiziellen Modelltests: dem Übungssatz zum Goethe-Zertifikat B1, dem Modellsatz zum ÖSD Zertifikat B1, dem Übungstest zu telc Deutsch B1 und dem DTZ-Modelltest.

FAQ

Fragen zur mündlichen Prüfung B1

Wie lange dauert die mündliche Prüfung B1?

Beim Goethe-Zertifikat B1 und beim ÖSD Zertifikat B1 dauert die mündliche Prüfung etwa 15 Minuten für zwei Prüflinge, nach 15 Minuten Vorbereitung allein. Auch telc Deutsch B1 dauert etwa 15 Minuten mit zwei Prüflingen, nach 20 Minuten Vorbereitung. Der Prüfungsteil Sprechen beim DTZ dauert etwa 16 Minuten und wird meist zu zweit abgelegt.

Darf ich in der mündlichen Prüfung Notizen benutzen?

Beim Goethe-Zertifikat und beim ÖSD ja: Du darfst dir in der Vorbereitungszeit zu jeder Aufgabe Notizen machen, sollst aber frei sprechen; Wörterbücher und Handys sind nicht erlaubt. Schreib Stichwörter statt Sätze, damit du beim Sprechen aufschauen kannst. Bei telc Deutsch B1 machst du dir in den 20 Minuten Vorbereitungszeit Notizen, allerdings nicht auf den Aufgabenblättern, und darfst sie in der Prüfung benutzen. Der DTZ hat keine Vorbereitungszeit: Die Stichpunkte auf dem Aufgabenblatt sind deine Notizen.

Was, wenn mein Partner oder meine Partnerin in der Prüfung schwach ist oder zu viel redet?

Bewertet wird dein eigener Beitrag, nicht der deines Partners oder deiner Partnerin. Gerät dein Gegenüber ins Stocken, reagiere auf das Gesagte und stell eine einfache Frage, um die Person einzubeziehen. Redet dein Gegenüber zu viel, warte auf eine Pause, geh kurz auf den Punkt ein und lenke zur Aufgabe zurück, zum Beispiel so: „Gute Idee. Und was machen wir, wenn es regnet?“

Wie viele Punkte brauche ich, um den Prüfungsteil Sprechen zu bestehen?

Beim Goethe-Zertifikat B1 und beim ÖSD Zertifikat B1, die eine gemeinsame Prüfung sind, ist Sprechen ein eigenes Modul: Du brauchst mindestens 60 von 100 Punkten. Bei telc Deutsch B1 bringt die mündliche Prüfung 75 Punkte; bestanden hast du sie mit 45 Punkten, also 60 %, unabhängig vom schriftlichen Teil. Der DTZ weist stattdessen Niveaustufen aus: Für ein B1-Zertifikat brauchst du B1 im Sprechen sowie B1 im Teil Hören und Lesen oder im Teil Schreiben.

Was passiert, wenn ich einen Teil der Aufgabe auslasse?

Dann verlierst du Punkte bei der Erfüllung der Aufgabe, denn dabei wird geprüft, ob du getan hast, was das Aufgabenblatt verlangt. Beim Goethe-Zertifikat und beim ÖSD wird der ganze Teil mit null Punkten bewertet, wenn die Erfüllung null Punkte bekommt, egal wie gut dein Deutsch ist. Geh deshalb auf jeden Punkt auf dem Blatt und auf jede Folie ein, und sei es nur kurz.

Ist Viglot offizielles Vorbereitungsmaterial für die Prüfung?

Nein. Viglot ist unabhängig und hat keine Verbindung zum Goethe-Institut, zu telc oder zum ÖSD. Die App trainiert die Sprechfähigkeiten, die diese Prüfungen bewerten, simuliert aber keine kompletten Probeprüfungen und kann das Bestehen nicht garantieren. Nutze sie zusammen mit den offiziellen Modelltests.

Kann ich die mündliche Prüfung auch ohne Partner üben?

Ja. Nimm dich auf, stoppe die Zeit, beantworte Alltagssituationen laut und führe in den Sprachaufgaben von Viglot Gespräche mit einem Ziel: Dein Gesprächspartner antwortet in seiner Rolle und sagt dir hinterher, ob du dein Ziel erreicht hast. „Mach dich verständlich“ trainiert die Strategien, die du brauchst, wenn du nicht weiterweißt. Beides ist Premium, genau wie Aussprache-Training, „Was würdest du sagen?“, „Mit eigenen Worten“, Hörverstehen, kulturelle Nuance und Grammatikübungen; in der Testphase kannst du alles gratis ausprobieren.

Übe die mündliche Prüfung jeden Tag.

Gib deine Prüfung als Thema ein und sprich in jedem Szenario, mit ehrlichem Feedback zu dem, was du gesagt hast: Starte kostenlos und probiere in der Testphase jede Premium-Übung aus, ganz ohne Kreditkarte.

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