Medizinisches Deutsch für die Fachsprachprüfung (FSP): Redemittel, Übungen und Sprechplan

Aktualisiert am 19. Oktober 2026

Wenn du deine ärztliche Ausbildung außerhalb Deutschlands gemacht hast und auf die Fachsprachprüfung (FSP) hinarbeitest, ist selten die Medizin das Problem. Schwierig ist das Deutsch des ärztlichen Arbeitstags: eine Anamnese erheben, einen Eingriff in einfachen Worten erklären, einen Fall vorstellen, den Arztbrief schreiben. Allgemeine Kurse bringen dir Café- und Urlaubsdeutsch bei und lassen dich kaum sprechen. Viglot macht aus deiner eigenen klinischen Szene eine Lektion, damit du genau diese Gespräche jeden Tag laut übst, mit einem Gesprächspartner, der in der Rolle bleibt. Unten findest du außerdem Redemittel-Tabellen, Übungen und einen Tagesplan.

Das Deutsch, das dein Arbeitstag verlangt

Die Fachsprachprüfung prüft, wie schon der Name sagt, dein medizinisches Deutsch und nicht, ob deine Diagnose stimmt. Dieses Deutsch stammt aus denselben Gesprächen, die du jeden Tag bei der Arbeit führst:

Zwei Fertigkeiten ziehen sich durch alle drei: der Wechsel zwischen Fach- und Alltagsbegriffen und die Fähigkeit, sich verständlich zu machen, wenn dir ein Wort fehlt – durch Umschreiben, Nachfragen und Zusammenfassen. Beides lässt sich nur durch Sprechen trainieren.

Die Anforderungen unterscheiden sich und ändern sich

In diesem Ratgeber geht es um die Sprache, nicht um das Verfahren. Wer welche Prüfung in welchem Format ablegen muss, unterscheidet sich und ändert sich. Erkundige dich bei der für dich zuständigen Behörde oder Ärztekammer nach den aktuellen Regeln; das offizielle Portal Recognition in Germany hilft dir, sie zu finden.

Warum allgemeine Deutschkurse und Apps nicht reichen

Allgemeine Kurse und Sprach-Apps bringen dir das Deutsch des Alltags bei: Kaffee bestellen, Urlaub buchen, über Hobbys reden. Das ist eine nützliche Basis, aber nicht das, was du auf Station oder in der Prüfung sagst. Du brauchst die Gespräche deines eigenen Berufs: einen Patienten fragen, wohin der Schmerz ausstrahlt, eine Darmspiegelung in einfachen Worten erklären, einem Oberarzt einen Fall vorstellen, einen Arztbrief schreiben. Ein Kurs, der das Café nie verlässt, kann das nicht trainieren.

Was du brauchst, ist Übung in deinen eigenen klinischen Gesprächen, laut und jeden Tag. Genau diese Lücke schließt Viglot.

Wie Viglot das Problem löst: Du übst deine eigenen klinischen Gespräche

Viglot ist eine Sprach-App, die jede Lektion aus einer Szene aufbaut, die du selbst beschreibst. Gib eine Situation ein, etwa „einem besorgten Patienten ein CT-Ergebnis erklären“, auf Deutsch oder in deiner Sprache, und Viglot macht daraus Sätze mit Bild, Audio und Übersetzung, Übungen, Hörverstehen und gesprochene Rollenspiele, alles in dieser einen Szene. Erklärungen kommen in deiner Sprache, und Spaced Repetition holt die Wörter zurück, bis sie sitzen. So übst du deine Gespräche jeden Tag, ohne einen Partner zu brauchen.

  1. Niemand, mit dem du eine Anamnese üben kannst? Spiel sie in einer Sprachaufgabe durch Ein Gesprächspartner spielt den Patienten, den Angehörigen oder den Oberarzt und bleibt in der Rolle. Vor dem Start siehst du die Situation, dein Ziel und die Erfolgskriterien und kannst Beispielsätze aufdecken. Danach siehst du, ob du jedes Kriterium erfüllt hast, mit Feedback und Korrekturen zu dem, was du gesagt hast. Die Rollen ergeben sich aus der Szene; oft spielst du selbst die Ärztin oder den Arzt.
  2. Einen Begriff nur in einer Sprachebene gelernt? Sag ihn auf beide Arten Bei „Mit eigenen Worten“ sagst oder schreibst du einen Satz noch einmal mit anderen Worten und gleicher Bedeutung: genau die Fähigkeit, mit der du Fachsprache in Alltagsdeutsch für den Patienten übersetzt.
  3. Das Wort fällt dir unter Druck nicht ein? Antworte und erkläre laut Bei „Was würdest du sagen?“ liest du eine Situation in deiner Sprache, antwortest laut auf Deutsch und vergleichst deine Antwort mit einer Musterantwort. Bei „Mach dich verständlich“ versteht dein Gegenüber absichtlich etwas falsch, und du formulierst schriftlich um und erklärst, bis deine Aussage ankommt – genau wie im Gespräch mit einem Patienten, der nicht folgen kann.
  4. Patienten sprechen schnell? Trainiere dein Ohr und behalte deine Wörter Hörverstehen spielt dir einen Dialog aus derselben Szene vor, und jedes Wort, das du lernst, kehrt mit Spaced Repetition wieder, bis es sitzt.

Je genauer die Szene, desto genauer die Wörter. Diese Themen funktionieren gut, genau so eingegeben:

Eine Viglot-Übungskarte mit englischer App-Oberfläche: Eine Person vom medizinischen Personal in blauer Berufskleidung spricht mit einem älteren Patienten, der auf einem Krankenhausbett sitzt und sich an die Brust greift, dazu die deutsche Anamnesefrage „Könnten Sie bitte genau beschreiben, wann Ihre stechenden Brustschmerzen begannen und ob diese bereits einmal auftraten?“ und die englische Übersetzung

Du kannst auch den Namen der Prüfung eingeben, zum Beispiel „Fachsprachprüfung Medizin“. Viglot plant dann einen Lehrplan dafür, Einheit für Einheit auf deinem Niveau, und jede Einheit spielt in einer Alltagsszene. Für den klinischen Wortschatz funktionieren selbst eingegebene klinische Szenen besser, wechsle also in einem Kurs zwischen beidem ab.

Briefings, Übersetzungen und die Situationen bei „Was würdest du sagen?“ erscheinen in deiner eigenen Sprache, ob Türkisch, Persisch, Ukrainisch, Arabisch oder eine von über 40 Sprachen, mit einer Rechts-nach-links-Oberfläche für Persisch und Arabisch. Das Deutsch bleibt Deutsch.

Die Kernübungen, Spaced Repetition und eine begrenzte Zahl neuer Szenarien pro Woche sind kostenlos. Aussprache, Sprachaufgaben, „Mach dich verständlich“, „Was würdest du sagen?“, „Mit eigenen Worten“, Hörverstehen, kulturelle Feinheiten und Grammatikübungen sind Premium.

Viglot ist unabhängig und mit keiner Ärztekammer, Behörde oder Prüfungsstelle verbunden. Es bietet keine Probeprüfungen an und kann weder ein Bestehen noch eine Anerkennung versprechen. Die Inhalte werden zum Sprachüben erzeugt und sind keine medizinische Handlungsanleitung.

Fünf Fertigkeiten, jeweils mit einer Übung

Für die meisten Ärzte, die Deutsch als Erwachsene gelernt haben, ist nicht die Medizin das Schwierige, sondern das gesprochene medizinische Deutsch: der passende Fachbegriff, das einfache Wort für den Patienten, die Abkürzung in den Notizen, der feste Aufbau einer Fallvorstellung. Diese fünf Fertigkeiten machen den Unterschied, und zu jeder gibt es eine Übung, die du allein machen kannst.

  1. Medizinische Terminologie Viele Ärztinnen und Ärzte kennen die Krankheit, aber nicht das deutsche Wort für das Symptom, die Untersuchung oder die Wirkstoffgruppe. Übung: Lerne jeden Fachbegriff zusammen mit seinem Alltagswort und sag beide laut in einem Satz.
  2. Wechsel zwischen Fach- und Alltagssprache Mit dem Patienten heißt es „Bauchschmerzen“, in der Vorstellung „Abdominalschmerzen“. Übung: Erkläre jeden Tag einen Befund zweimal, einmal einem imaginären Patienten und einmal einem Oberarzt.
  3. Abkürzungen Deutsche Arztbriefe und Befunde sind voll davon. Übung: Führe eine laufende Liste (V. a., Z. n., o. B., AZ) und lies Notizen laut vor, wobei du jede Abkürzung ausschreibst.
  4. Strukturierte Dokumentation Deutsche Krankenakten folgen einem vorhersehbaren Aufbau und einem unpersönlichen Stil. Übung: Schreibe nach jeder gesprochenen Anamnese denselben Fall in der immer gleichen Reihenfolge auf, mit Stoppuhr.
  5. Aufklärungsgespräche Einen Eingriff, seine Risiken und das Selbstbestimmungsrecht des Patienten zu erklären, folgt festen Konventionen. Übung: ein Aufklärungsgespräch pro Woche, das mit einer Rückfrage endet, ob der Patient alles verstanden hat.

Redemittel für die Gespräche deines Arbeitstags

Die Redemittel und Beispiele unten sind unsere eigenen Beispiele zum Sprachüben, keine medizinische Handlungsanleitung. Gegenüber Patienten sagst du immer Sie und Herr oder Frau mit Nachnamen. In vielen Stationsteams duzen sich die Kollegen, aber warte ab, bis dir das Du angeboten wird, und sieze die Prüfer.

Die Anamnese erheben

Redemittel Dafür nutzt du es
Guten Tag, mein Name ist …, ich bin Assistenzärztin hier in der Notaufnahme.dich und deine Rolle vorstellen
Was führt Sie heute zu uns?mit der Hauptbeschwerde einsteigen
Seit wann haben Sie diese Beschwerden?nach dem Beginn fragen
Können Sie mir zeigen, wo genau es wehtut?den Schmerz lokalisieren
Strahlen die Schmerzen irgendwohin aus, zum Beispiel in den Arm oder in den Rücken?fragen, ob der Schmerz ausstrahlt
Wie würden Sie den Schmerz beschreiben: eher drückend, stechend oder brennend?nach der Art des Schmerzes fragen
Auf einer Skala von 0 bis 10: Wie stark sind die Schmerzen gerade?nach der Stärke fragen
Haben Sie Vorerkrankungen, zum Beispiel Bluthochdruck oder Zuckerkrankheit?nach Vorerkrankungen fragen
Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig ein?nach Medikamenten fragen
Sind bei Ihnen Allergien bekannt, zum Beispiel gegen Medikamente?nach Allergien fragen
Rauchen Sie? Und wie sieht es mit Alkohol aus?nach Rauchen und Alkohol fragen
Gibt es in Ihrer Familie Herz-Kreislauf-Erkrankungen?nach der Familienanamnese fragen
Habe ich Sie richtig verstanden, dass …?prüfen, ob du alles richtig verstanden hast
Gibt es noch etwas, das Sie mir sagen möchten?die Anamnese abschließen

Beispiel: die erste Minute einer Anamnese in der Notaufnahme

Ärztin: Guten Tag, Herr Lehmann. Mein Name ist Petrova, ich bin Assistenzärztin hier in der Notaufnahme. Was führt Sie heute zu uns?

Herr Lehmann: Ich hab seit heute Morgen so einen Druck auf der Brust. Das geht einfach nicht weg.

Ärztin: Das klingt unangenehm. Seit wann genau haben Sie den Druck?

Herr Lehmann: Seit ungefähr sieben Uhr, beim Treppensteigen fing es an.

Ärztin: Können Sie mir zeigen, wo genau Sie den Druck spüren? Strahlt er irgendwohin aus?

Herr Lehmann: Hier in der Mitte. Und manchmal zieht es in den linken Arm.

Ärztin: Danke, das ist wichtig. Ich fasse kurz zusammen: Seit heute Morgen haben Sie einen Druck in der Brustmitte, der manchmal in den linken Arm zieht. Habe ich das richtig verstanden?

Achte auf den Ablauf: eine kurze Vorstellung, eine offene Frage, gezielte Nachfragen und eine Zusammenfassung, die der Patient bestätigen kann. Die Zusammenfassung zeigt, dass du verstanden hast, und gibt dem Patienten die Chance, dich zu korrigieren.

Fachbegriffe und die Wörter der Patienten

Lerne diese Begriffe als Paare. Die linke Spalte nutzt du in der Vorstellung und in der Dokumentation, die mittlere im Gespräch mit dem Patienten.

Fachbegriff Im Gespräch mit dem Patienten Bedeutung
AbdominalschmerzenBauchschmerzenSchmerzen im Bauchraum
DyspnoeAtemnot, Luftnoterschwerte Atmung, Luftnot
HypertonieBluthochdruckdauerhaft erhöhter Blutdruck
MyokardinfarktHerzinfarktVerschluss eines Herzkranzgefäßes
ApoplexSchlaganfallDurchblutungsstörung oder Blutung im Gehirn
PneumonieLungenentzündungEntzündung des Lungengewebes
ÖdemeWassereinlagerungenSchwellung durch Wasser im Gewebe
ObstipationVerstopfungseltener, harter Stuhlgang
Synkopekurze Ohnmachtkurze Bewusstlosigkeit
AntikoagulationBlutverdünnungHemmung der Blutgerinnung
KoloskopieDarmspiegelungUntersuchung des Dickdarms mit dem Endoskop
SonografieUltraschallbildgebende Untersuchung mit Schallwellen

Echte Patienten gehen über die mittlere Spalte hinaus. Rechne mit Alltags- und Regionalausdrücken und lerne, sie in einen Befund zurückzuübersetzen:

Der Patient sagt Was meist gemeint ist
Ich hab’s im Kreuz.Rückenschmerzen im unteren Rücken
Mir ist ganz schummrig.Schwindel, Schwächegefühl
Ich hab Wasser in den Beinen.geschwollene Beine, möglicherweise Ödeme
Mein Zucker ist nicht gut eingestellt.schlecht eingestellter Diabetes
Ich hab’s mit dem Magen.irgendwelche Magen-Darm-Beschwerden, also nachfragen
Redemittel Dafür nutzt du es
Ich möchte Ihnen kurz erklären, welche Untersuchung wir planen und warum.die Aufklärung ankündigen
Bei einer Darmspiegelung schauen wir uns Ihren Darm von innen an, mit einem dünnen, beweglichen Schlauch, an dessen Spitze eine kleine Kamera sitzt.den Eingriff in einfachen Worten beschreiben
Am Tag vorher trinken Sie eine Lösung, damit der Darm ganz sauber ist.die Vorbereitung erklären
Die Untersuchung ist in der Regel gut verträglich. Selten kann es zu einer Blutung kommen, sehr selten kann die Darmwand verletzt werden.seltene und sehr seltene Risiken nennen
Haben Sie bis hierhin Fragen?zu Fragen einladen
Können Sie mir mit Ihren eigenen Worten sagen, was morgen passiert?das Verständnis prüfen (Teach-back)
Sie können sich das in Ruhe überlegen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.deutlich machen, dass der Patient entscheidet
Wenn Sie einverstanden sind, unterschreiben Sie bitte hier den Aufklärungsbogen.um die Unterschrift bitten

Einen Patienten einem Kollegen vorstellen (Arzt-Arzt-Gespräch)

Eine Fallvorstellung folgt einer festen Reihenfolge. Lerne das Gerüst einmal, dann muss jeder neue Fall nur noch gefüllt werden.

Schritt Redemittel
Wer und warumIch möchte Ihnen Frau …, … Jahre alt, vorstellen.
Sie stellte sich heute mit … vor.
Aktuelle BeschwerdenDie Beschwerden bestehen seit …
Begleitend berichtet sie über …
Vorerkrankungen und MedikationAn Vorerkrankungen sind … bekannt.
Sie nimmt regelmäßig … ein.
Allergien sind keine bekannt.
Vegetative, Sozial- und FamilienanamneseDie vegetative Anamnese ist bis auf … unauffällig.
Sozialanamnestisch lebt sie …
VerdachtsdiagnoseIch habe den Verdacht auf …
Differenzialdiagnostisch kommen … in Betracht.
Weiteres VorgehenAls weiteres Vorgehen würde ich … vorschlagen.
Mit Rückfragen umgehenDas habe ich nicht erfragt, das würde ich nachholen.
Darf ich kurz in meinen Notizen nachsehen?

Beispiel: Vorstellung bei einem Oberarzt

Ich möchte Ihnen Frau Schubert vorstellen, eine 71-jährige Patientin, die sich heute mit seit drei Tagen zunehmender Dyspnoe und produktivem Husten mit gelblichem Sputum vorstellte. Begleitend berichtet sie über Fieber bis 38,6 °C und Abgeschlagenheit. An Vorerkrankungen sind eine arterielle Hypertonie und ein Diabetes mellitus Typ 2 bekannt. Sie nimmt regelmäßig Ramipril und Metformin ein, Allergien sind keine bekannt. Noxen: Nikotin- und Alkoholkonsum werden verneint. Die vegetative Anamnese ist bis auf einen verminderten Appetit unauffällig. Sozialanamnestisch lebt sie allein, wird aber von ihrer Tochter unterstützt. Ich habe den Verdacht auf eine ambulant erworbene Pneumonie. Differenzialdiagnostisch kommen eine akute Bronchitis und eine kardiale Dekompensation in Betracht. Als weiteres Vorgehen würde ich eine körperliche Untersuchung, ein Labor mit Blutbild und Entzündungsparametern sowie einen Röntgen-Thorax in zwei Ebenen vorschlagen.

Aufschreiben: Dokumentation und Arztbrief

Deutsche Krankenakten sind unpersönlich und knapp formuliert. Diese Satzmuster tauchen in Aufnahmebefunden und im Arztbrief auf, dem Brief an die Hausarztpraxis.

Abkürzung Ausgeschrieben Bedeutung
V. a.Verdacht aufnoch nicht gesicherte Diagnose
Z. n.Zustand nachfrühere, abgeschlossene Erkrankung oder Operation
o. B.ohne Befundunauffällig, nichts Krankhaftes gefunden
AZ / EZAllgemeinzustand / Ernährungszustandwie krank bzw. wie gut ernährt der Patient wirkt
DDDifferenzialdiagnoseweitere infrage kommende Diagnosen
b. B.bei BedarfMedikament nur bei Beschwerden, nicht fest angesetzt

Am Telefon mit der Hausarztpraxis

Telefonate gehören zu den schwierigsten Dingen in den ersten Monaten auf Station: kein Gesicht, keine Gesten und oft ein Gegenüber in Eile. Eine Struktur funktioniert immer: wer du bist, um welchen Patienten es geht, warum du anrufst, was du brauchst, und zum Schluss eine Rückbestätigung.

Redemittel Dafür nutzt du es
Guten Tag, hier ist …, Assistenzarzt auf der Inneren, Station 4.sagen, wer du bist und wo du arbeitest
Ich rufe wegen Ihrer Patientin Frau …, geboren am …, an.den Patienten benennen
Es geht um ihre Entlassung morgen.den Grund des Anrufs nennen
Könnten Sie mir bitte die aktuelle Medikation durchgeben?um Informationen bitten
Ich wiederhole kurz, um sicherzugehen: …das Gehörte wiederholen
Den vorläufigen Arztbrief bekommt die Patientin morgen mit.sagen, wie der Brief die Praxis erreicht

Ein Wort zum Ton: Höflichkeit im deutschen Klinikalltag lebt vom Konjunktiv. „Ich würde vorschlagen …“ und „Könnten Sie …?“ klingen professionell; ein bloßer Imperativ gegenüber Kollegen oder ein „Sie müssen …“ gegenüber Patienten kann schroff wirken, auch wenn es grammatisch richtig ist.

Typische Fehler und wie du sie behebst

Ein Übungsplan in vier Phasen

Der Plan setzt solides Allgemeindeutsch voraus. Gib jeder Phase so viel Zeit, wie du hast; am wichtigsten ist, dass du jeden Tag sprichst.

Phase 1: Wortpaare und eine Fragensammlung

Baue deine Begriffspaare nach Organsystemen auf (Herz, Lunge, Bauch, Nervensystem, Bewegungsapparat) und wiederhole sie täglich mit Spaced Repetition. Schreibe dir einen eigenen Fragenkatalog für die Anamnese, in der Reihenfolge, in der du fragst, und sprich ihn laut, bis er ohne Nachdenken kommt.

Phase 2: komplette Anamnesen, laut und mit Zeitnahme

Nimm dir jeden Tag eine vollständige Anamnese anhand einer kurzen Fallbeschreibung vor, sprich beide Rollen und nimm sie auf. Schließe jede mit deiner Erklärung für den Patienten in Alltagssprache ab. Schreibe danach die Dokumentation mit Stoppuhr.

Phase 3: Fallvorstellungen und Rückfragen

Nimm den Arzt-Arzt-Teil dazu: Stelle jeden Fall in der festen Reihenfolge vor und beantworte dann drei Fragen, die du vorher aufgeschrieben hast. Übe den Registerwechsel täglich: derselbe Befund einmal für den Patienten, einmal für den Kollegen.

Phase 4: komplette Fälle mit einem Partner

Übe komplette Fälle, von der ersten Frage bis zur Fallvorstellung, mit einer Kollegin oder einem Kollegen, und nutze offizielles Beispielmaterial, das die zuständige Stelle veröffentlicht. Konzentriere dich auf die Reparatur: was du sagst, wenn du den Patienten nicht verstehst, und wie du ein fehlendes Wort umschreibst.

Eine tägliche Routine von 30 Minuten

Apothekerinnen, Apotheker und Zahnärzte

Bist du Apothekerin, Apotheker oder Zahnarzt, funktioniert dieselbe Methode für dein Fach: Lerne Fach- und Alltagsbegriffe als Paare, übe deine Beratungs- oder Aufklärungsgespräche laut und schreibe kurze Notizen im unpersönlichen Stil. Gute Viglot-Themen sind „Beratung in der Apotheke: Kundin fragt nach Wechselwirkungen mit Blutverdünnern“ oder „Aufklärung vor einer Wurzelbehandlung“.

Hinweise nach Muttersprache

Deine Muttersprache bestimmt, welche Teile des Deutschen dir leichtfallen und welche zusätzliche Übung brauchen. Hier die Punkte, auf die du bei einigen der Sprachen unserer Leser achten solltest.

FAQ

Fragen zu medizinischem Deutsch und zur Fachsprachprüfung

Reicht ein allgemeiner Deutschkurs zur Vorbereitung?

Er vermittelt dir Grammatik und Alltagswortschatz, aber nicht die medizinischen Szenen. Anamnese, Aufklärungsgespräche, Fallvorstellungen und Dokumentation haben jeweils ihren eigenen Wortschatz und ihre eigenen Abläufe, und dafür brauchst du viele Stunden Sprechpraxis.

Wie unterstützt Viglot mich beim medizinischen Deutsch?

Du gibst eine klinische Szene ein, etwa eine Anamnese bei Brustschmerzen oder ein Aufklärungsgespräch vor einer Darmspiegelung, auf Deutsch oder in deiner Sprache. Viglot baut aus dieser einen Szene eine ganze Lektion: Sätze mit Bild, Audio und Übersetzung, Übungen, Hörverstehen und gesprochene Rollenspiele mit einem Gesprächspartner, der in der Rolle bleibt. Erklärungen kommen in deiner Sprache, und Spaced Repetition holt die Wörter zurück. So übst du genau die Gespräche, die du brauchst, laut und jeden Tag, ohne einen Partner zu brauchen.

Wie lerne ich, zwischen Fach- und Alltagsbegriffen zu wechseln?

Lerne jeden Begriff als Paar, etwa „Dyspnoe“ und „Atemnot“, und sprich beide laut aus. Eine gute Tagesübung: Erkläre einen Befund zweimal, einmal einem imaginären Patienten und einmal einem Oberarzt.

Wie lange sollte ich mich vorbereiten?

Das hängt von deinem Deutsch und deiner verfügbaren Zeit ab. Egal wie viel Zeit du hast: Jeden Tag zu sprechen ist wichtiger, als noch mehr Fallsammlungen zu lesen. Eine kurze Routine jeden Tag schlägt eine lange Einheit pro Woche.

Kann ich medizinisches Deutsch von meiner eigenen Sprache aus üben?

Ja. Wähle deine eigene Sprache, zum Beispiel Türkisch, Persisch, Ukrainisch oder Arabisch, und gib deine klinische Szene als Thema auf Deutsch oder in deiner Sprache ein. Du sprichst Deutsch; Briefings und Übersetzungen kommen in deiner Sprache.

Ist Viglot ein offizieller Vorbereitungskurs für die FSP?

Nein. Viglot ist unabhängig und mit keiner Ärztekammer, Behörde oder Prüfungsstelle verbunden. Es simuliert die Fachsprachprüfung nicht und kann weder ein Bestehen noch eine Anerkennung versprechen; die generierten Inhalte dienen dem Sprachüben und sind keine medizinische Handlungsanleitung. Nutze Viglot für das tägliche Sprechen, zusätzlich zu den offiziellen Informationen deiner Kammer.

Sprich jeden Tag medizinisches Deutsch.

Gib deine eigene klinische Szene ein, auf Deutsch oder in deiner Sprache, und übe Anamnese, Erklärung und Fallvorstellung laut mit einem Gesprächspartner, mit Feedback zu dem, was du gesagt hast.

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